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Alpine Gefahren mit Stil

Ich habe dem i8 die Mauer gezeigt.

Der Mai ist wirklich der beste Monat in Beijing. Das kann ich jetzt behaupten, da ich ja den zweiten erlebe.

Wetter top, Luft top (seit drei Wochen schon, also praktisch seit Gina weg ist), Temperatur top. Alles blüht. Also raus in die Natur - sprich zur Mauer. 
Unser Marketing möchte den i8 ins Straßenbild einbauen und hat mich gebeten, damit rumzufahren. Das lässt sich doch super kombinieren. Also gings mit dem i8 Richtung Mauer.
Ich habe unsere Bekannte Alina um Rat gebeten. Sie kennt sich wirklich aus mit der Mauer. Und sie ist ein Kletterwiesel.
Was für ein Stück Mauer das war! Hier musste man wirklich schwindelfrei sein. Ich wollte mich schon beschweren, dass sowas in den Alpen nicht möglich wäre und dies entweder ausgeschildert oder gesperrt wäre. Aber, ist es ja! Die meisten interessanten Stücke sind ja eigentlich gesperrt. Das Problem ist ja nur, dass die offenen Stücke disneylandmäßig restauriert sind. Deswegen gehen die Naturliebhaber auf die gesperrten.
Diesmal wars für mich schon grenzwertig. Mittendrin ein ca. 15-20 m hohes Stück free climbing.
Nahezu 90 Grad steil. Und nur kleine Steine zum Halten. Die Entscheidung war: rauf; oder zwei Stunden zurück. Naja, also rauf. Bin nur froh, dass das Stück runter doch besser war.

Danach kam eine Stelle, die aussieht wie das plötzliche Ende der Mauer. Aber nein, die Mauer macht genau an dem Tower nur eine 90 Grad Kurve.

Es war ziemlich staubig rundherum. Daher musste ich das Auto natürlich vor der Rückgabe waschen. China Style. Sorgfältig, sauber - manuell. Die beste Wäsche. Ziemlich schnell und günstig auch noch. Inklusive Staubsaugen 35 RMB (ca. 4,90 EUR).

Die i8 Aktion an sich verlief ganz anders als in München. In der Heimat durfte ich ja auch ein mal einen i8 fahren. Da ist man echt der Star der Straße. Alle gucken, machen Fotos, wollen wissen wer drin sitzt. Auf der Autobahn hat mich öfters jemand mit überhöhter Geschwindigkeit eingeholt, um dann plötzlich abzubremsen und auf meiner Höhe mitzufahren. Und wieder Fotos, reinschauen.

Nicht so in Beijing. Ich denke hier kommen zwei Sachen zusammen.
1) In China gibt es eine deutlich höhere Toleranz / Ignoranz des Außergewöhnlichen. Wie schon mal gesagt, auf der Straße ist China ein unglaublich freies Land! Man kann jeden Blödsinn anstellen, kümmert keinen. So wird auch ein außergewöhnliches Auto einfach ausgeblendet.
2) Beijing ist ja die Stadt mit den meisten Milliardären und Millionären auf der Welt. Da gehören tolle Autos zum Straßenbild. Und ein i8 ist praktisch viel zu günstig (!), um mithalten zu können. Ich muss mal mit den Marketing Jungs sprechen. Das lässt sich doch schnell und einfach beheben ;-).

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Kommentare: 3
  • #1

    JQ (Samstag, 13 Mai 2017 23:53)

    Gut dass du der Mauer das Auto nicht gezeigt hast. Koennte schmerzlich enden :)
    Du zerstoerst alle meine Vorurteille ueber China. Das niemanden der i8 interessiert, unvaerstndlich fur mich ☺

  • #2

    Gitti aus Illertissen (Sonntag, 14 Mai 2017 11:20)

    Pavel du liebst echt das Risiko; die Mauer, da wird einem schlecht nur vom Hinschauen. Wenn du jetzt abgestürzt wärst, gibt es da auch eine Notfallnummer 110?? Der V8 .. nicht mein Ding. Konntest du ihn wenigstens so richtig durchstarten, also jagen? Komisch ist auch, seit Gina weg ist, ist das Wetter besser. �

  • #3

    Peter Pschorr (Dienstag, 23 Mai 2017 19:32)

    Wow,das sieht ja gigantisch aus (ich meine die Mauer und nicht das Auto). Das hätte mir auch gefallen. Und die Chinesen werden mir sympathisch. Nur ein Auto mit vier Rädern. Aber Vladimir ist ganz neidisch auf dich!!!