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Ich dringe tiefer in die Chinesische Kultur ein

Zwei Tausend Jahre altes Kulturgut und meine Sauklaue.

Ich bin neugierig und mag Herausforderungen. Chinesische Kalligrafie hat mich schon lange interessiert. Nun hat mir Gina einen Gutschein zu Weihnachten geschenkt, den ich prompt eingelöst habe. Gina macht immer die tollsten Geschänke! Ein schöner Pinsel war auch gleich inbegriffen.

Aus Spaß habe ich früher schon einige Male gesagt: "Ich empfinde jetzt schon Mitleid mit meinem zukünftigen Kalligrafielehrer." Meine Schrift ist ja eine wirkliche Katastrophe. 
Das Mitleid gilt nun Fatima, der Lehrerin im Culture Yard, wo mein Kalligrafieunterricht stattfindet. Trotz des Namens ist Fatima eine echte Beijingerin. Im Kurs außer mir: drei weitere Ausländer. Entweder könnens die Chinesen bereits alle, oder halten es wie vieles aus der alten Kultur für verlorene Zeit.
Das Beherrschen des Pinsels ist wirklich eine Herausforderung. Wie bei vielem aus der alten Chinesischen Kultur geht es um Spannung vs. Lockerheit; Bewusstes vs. Unbewusstes; Kraft vs. Fingerspitzengefühl; Spontanität vs. Form; Standards vs. Kreativität und so weiter und sofort. Abgesehen von der Technik besteht die Kunst darin, dies alles im Gleichgewicht zu halten.
Ich mag das Ergebnis. Wer meine normale Schrifft kennt, weiß, dass das Ergebnis fast an ein Wunder grenzt.
Oder es beweist, dass chinesische Kalligrafie nicht einfach nur Schrift ist.

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Kommentare: 1
  • #1

    Juraj (Dienstag, 23 Januar 2018 23:19)

    Na Pavel, du musstest so weit raisen um meine Initialen J.K. schreiben zu lernen? :) aber sieht cool aus, besser als einfache latain Schrift :)
    ich weiss es heisst Wasser, wir haben ein Blumentopf aus Hornbach mit dem Zeichen, trotzdem glaub ich es sind meine Initialen :)