Vietnam

Es geht doch, Kundenorientierung.

Vor kurzem ist unser drittes Spring Festival zu Ende gegangen.

Das erste war der Look & See trip im Beijinger strengem Winter, das zweite in Laos, nun war Vietnam dran. China ist doch zu kalt im Februar fuer Urläube.
Normalerweise gibts am Chinesischen Sylvester einen Mega-Feuerwerk. Deswegen habe ich Gina bearbeitet, dass wir zwei Tage unseres Urlaubs doch in Beijing bleiben. Ich war leider nicht mit der Beijinger Regierung abgestimmt. Die hat sich kurzerhand entschieden, das Feuerwerk innerhalb des 5. Rings zu verbieten. Dieses Mal haben sie es richtig durchgezogen. Kein Verkauf, Kontrollen auf den Straßen aus bekannten Quellen außerhalb. Ja, sie habens geschafft - kein Feuerwerk! Noch nicht mal Wunderkerzen hat man gesehen. Schade! Es hat trotzdem gepasst, dass wir nicht gleich geflogen sind, die ersten Tage lag ich mit Grippe aus Deutschland sowieso flach.
Nun also zu Vietnam. Was für ein Unterschied. Fast jeder spricht Englisch. Die Leute hören zu, verstehen uns und sind fähig, eine Transferleistung zu erbringen. Ein Paradies! 
Wir waren zuerst in Hoi An, die Stadt der Lampions, sehr touristisch, aber nett. Tag und Nacht warm.
Wir haben eine Food Tour reserviert. Da auch in Vietnam das Spring Festival gefeiert wird, haben wir die seltene Gelegenheit bekommen, das Elternhaus unserer Guid  Lady auf dem Land zu erleben. (Weil viele Restaurants noch zu hatten.)
Ein wirklich netter Nachmittag. Überraschend sauber und warmherzig. Wir durften einige selbstgemachte Köstlichkeiten probieren, Spiele spielen und viel über das Leben erfahren. Es ist berührend, den Generationsunterschied (unsere Guide Lady war sehr jung) so nah zu erleben. Unterschiedliche Ziele und Werte, aber doch auch gegenseitige Toleranz. Ähnlich wie in China, die jungen Menschen sind umtriebieg und denken viel über Neues nach. Man spürt eine Aufbruchstimmung.
In Hanoi sind wir nicht lange geblieben. Es hat nur für einen Restaurantbesuch gereicht. Vietnamesische Kü,che, gehobenere Variante. Soo lecker! So viele Aromen, Texturen. Leicht trotzdem geschmacksintensiv. Wirklich ein Erlebnis. Aber auch kein Wunder, da  bereits die einfache Vietnameische Küche für die Zunge und Nase sehr aufregend ist.
Am nächsten Tag sehr früh ging es in die Ha Long Bucht. Wir haben ein 2-tägige Cruise gebucht. So als Test, ob wir für sowas gemacht sind. Daher vorsichtshalber eine Luxus Suite gebucht. Der Aufbau des Schiffes war so, dass die Suite am Ende platziert war. Super dachten wir, genialer Ausblick. Dann hat sich das Schiff in Bewegung gesetzt und wir haben festgestellt, dass wir über dem Maschinenraum sind. Gott sei Dank hat das Boot für die Nacht Halt gemacht. 
Die Ha Long Bucht ist sehr sehenswert. Tausende Inseln verstreut im Meer. Es gibt Höhlen Dörfer und die Möglichkeit zum Rudern. Durch den Tag wird man vom Entertainment Chef geführt. Dies passiert durch die schiffsweite Durchsage. Hat was von Ferienzeltlager-Feeling. Wir haben uns nicht immer gefügt und die Standzeiten des Boots zum Ausruhen genutzt.
Zurueck in Hanoi stand eine Kultur-Tour an, geführt durch einen deutschen Journalisten, der dort schon seit 16 Jahren lebt. Der übertraf mich, was Sarkasmus angeht, bei weitem. Mein Blog waere schon längst gesperrt, wenn ich so schreiben würde.
Wir haben einiges über die Kultur, Geschichte und die vorgeschobene Toleranz gelernt. Zum Beispiel gibt es noch die Katholische Kirche in Vietnam, aber außer dem Weihnachtsfest werden die Priester gemobbt und verfolgt. Nur eben bei Weihnachten und bei Papstbesuchen wird eine Messe sogar im Fernsehen übertragen. Spannend war aber auch zu erfahren, dass sich die Menschen in Vietnam mittels sozialer Medien angefangen haben zu wehren. Die Regierung musste schon einige Male nachgeben.
Interessant auch die Geschichtsverbindung mit China. Die Chinesen stellen sich gern als nicht aggressives Volk dar. Aber vor 1000 Jahren haben sie Vietnam kriegerisch kolonialisiert und auch heute noch gibt es am Meer Konflikte. So sind die Chinesen in Vietnam noch unbeliebter als die Amerikaner, zumindest im Norden.
Vietnam ist ein interessantes und Tourismus freundliches Land. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Zudem ja Modern Talking (also Thomas Anders) auftritt!