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Autos

Manche Chinesen lieben doch nicht nur WeChat, sondern auch Autos. Zu meiner Freude!

Jetzt muss ich natürlich meine Arbeitgeber-Brille ablegen und mich ganz allgemein freuen. Sorry auch für das Titelbild an alle Kollegen.

Natürlich ist das Straßenbild eher durch ganz normale Autos geprägt. Auch Beijing hat im Schnitt noch nicht die Kaufkraft, dass ständig coole Flitzer vorbeiziehen würden. Da war London ganz vorn, aber Gina hat ja auch in Kensigton gewohnt.
Zurück zu Beijing: immer mehr sieht man auch hier getunte oder außergewöhnliche Autos, also China style.
Der Style der Chinesen ist recht verspielt. Es fängt schon bei der Kleidung an. Immer gemischt, mit fast kindischen Einfällen, aber irgendwie passt es zum Gesamterscheinungsbild. In Sanlitun (die schicke/westliche Gegend) würde ich ab und zu mal gern einen Modeblog machen. Aber leider würde es, (glaube ich) seltsam aussehen, wenn ein Ausländer junge Chinesinnen fotografiert. Vielleicht überrede ich Gina...
Auch die Maenner ziehen sich verspielt an. Positiv ausgedrückt - fast androgyn. Da sieht man schon mal Goldaufdrucke, Pailetten, manchmal auch Herzchen. Ich glaube Ed Hardy hat sich hier inspirieren lassen.
Und diese Herangehensweise sieht man auch bei den Autos. Verspielt, verspielt, verspielt.
Und tiefergelegt. Manchmal kriegt man nicht mal einen Fingernagel zwischen den Radkasten und den Reifen. Wo guckt denn der China TÜV hin? Technisch sinnvoll ist das überwiegend nicht, aber auch in Deutschland ist das häufig kein Kriterium. Wie man damit auf Beijinger Straßen fährt, wo die Speedbumps schon mal imposante 15 cm herausragen können, ist mir ein Rätsel. Ich meine - ich fahre ja einen X1 und muss häufig den Weg gut überlegen. Ich muss mehr Chinesisch lernen, um sie fragen zu können.
Übrigens, manchmal saßen Leute in den Autos drin, als ich sie fotografiert habe. Die freuen sich richtig. Man zeigt hier gern, was man hat.

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