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Der Mensch gewöhnt sich an alles

Ja, ich trinke es freiwillig.

Baijiu ist der berühmte chinesische Kornschnaps. Meistens aus Weizen und Hirse, aber auch aus Reis und anderen Getreidearten.

Die meisten lernen Baijiu als Billigalkohol kennen, der in rauhen Mengen zum Essen serviert wird. Da ein Baijiu normalerweise ca. 50% oder mehr Alkohol hat, gehts den meisten auch danach nicht mehr gut. Ergebnis: Sie hassen Baijiu. Und ja, zugegeben, manche schmecken echt seltsam.
Ich hatte Glück und habe Baijiu in einer Dedicated Bar kennengelernt. Mit guter Erklärung und in Degustationsportionen. Ergebnis: ich mag Baijiu - den Guten.
Trotz der wenigen Zutaten kann ein Baijiu viele Aromen entfallten: Blumen, Früchte, Erde, aber auch Fleisch, Soja. Viele schmecken auch Bremsflüssigkeit heruas - aber das sind nur böse Zungen ;-). Wer weiss denn schon wie Bremsfluessigkeit wirklich schmeckt. Die Aromen entstehen durch die trockene Fermentation - so wird nur Baijiu gemacht. Abhängig davon, wie diese durchgeführt wird, ergibt sich ein Aroma. Zum Beispiel, mein Lieblingsbaijiu LuZhou Lao Jia aus Sichuan: Da wird die Fermentationsmasse nach und nach durch einen 400 m langen Stall über mehrere Wochen durchgeschoben. Es gibt welche, die in Erdlöchern gemacht werden - die seit Jahrhunderten nicht gereinigt worden sind. Dadurch gibts ganz alte Bakterienkulturen - ein bisschen wie der Sauerteig für die Lebkuchen.
Auf dem Bild sieht man meine Privatsammlung.
Von Links:
Qinghai - Fruchtig, fast wie ein alter Williams.
Yunnan - Sojaaroma, smooth.
Hebei - Sauer und Raucharomen. 30 Jahre alt.
Jiangsu - Süß und erdig.
Sichuan - Floral.
übrigens: nur den aus Sichuan habe ich mir gekauft. Alle anderen habe ich geschenkt bekommen. Das verbindet.
Aus Baijiu kann man tolle Drinks machen. Unsere Besucher können diese entweder in der Baijiu Bar erfahren oder direkt bei uns. Ein paar Cocktails habe ich mittlerweile auch selbst entwickelt.

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