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Business trips

Arbeit.

Zum Arbeiten hier gehören viele Businesstrips. Zwei Standorte, viele Supplier - die sich immer einen neuen Aufreger einfallen lassen, Konferenzen, Behörden.

Eigentlich relativ tristes dasein. Office, Autofahren, Flughafen, Flug (wie toll das funktioniert, habe ich ja schon geschrieben), Autofahrt, Lobby, Essen, auf nächsten Tag vorbereiten, schlafen. Am nächsten Tag den eigentlichen Reisegrund durchziehen. Am Abend dann evtl. Sport (könnte mehr sein), Essen (sollte weniger sein), Schlafen, Auschecken, auf Fapiao warten (spezielles Steuerdokument in China - sonst kein Reimbursment). Fahren, Flughafen, Flug (siehe oben - gillt fuer beide Richtungen), Fahren, Office/spät nach Hause kommen. Zwischendurch E-Mails und Telefonate - Smartphone sei Dank.
So war ich in Shanghai zum Beispiel bereits fünf Mal - ohne je in Downtown gewesen zu sein. Ich war mal in der Hyatt Bar (unser Contract Hotel), aber das war eher befremdlich. Expats, die sich schlimm aufführen. Auf der Toilette wurde ich nach Kondomen gefragt - ob ich noch welche übrig habe. Aus dem Whirlpool steigt ein Typ raus, kommt zu uns an den Tisch, schnappt sich einen Drink und leert ihn so schnell, das wir noch ned mal „Moment mal“ sagen konnten. Als Entschädigung wollte er uns mit den Mädels im Pool bekannt machen. Kurz überlegt - ob wir ne Schlägerei anfangen, weil ja die Mädels nicht in Frage kamen - da war er schon weg.
Neulich, bei meinem letzten Shanghai Besuch gings „nur“ um Presseveranstaltungen wg. neuem Office und Innovationen vorzustellen. Nur der Big Boss hatte einen aktiven Part und musste „arbeiten“. Daher dachte ich, dann lass ich es mir doch gut gehen. Habe einen Freund per WeChat angetextet und wir sind nach Downtown gegangen.
Vor kurzem wurde eine TOP50 Liste der besten Bars Asiens veröffentlicht. Die meisten sind in Singapur, Hong Kong und Taipei. Aber ein paar auch in Shanghai (und eine in Beijing). Wir sind ins Unicorn in Shanghai gegangen. Kein Drink war mir bekannt. Ins Auge fiel mir Miso Caliente: Whiskey, Miso, Chilli, Seetang. Dachte: das will ich nun aber wirklich wissen! Und er war echt lecker. Außerdem sind wir schön essen gegangen, haben den weltweit größten Starbucks besucht, den Heiratsmarkt am People Square und dann noch eine Aussicht auf Pudong genossen. Ja, typisches Expat Programm, aber immerhin. Shanghai hat tatsächlich einen leichteren Flair als Beijing. Kein Wunder, dass alle hin wollen. Mein Freund hat mir aber auch erzählt, dass auch durch Shanghai eine Welle von Schließungen rollt (wie in Beijing siehe auch den Blog dazu) und das Leben mittlerweile auch für Expats zu teuer geworden ist.
Dennoch eine interessante Reise.

Wenn wir schon dabei sind, die einzige (und damit beste?) Bar in Beijing ist Janes+Hooch. Auch die haben wir natürlich getestet. Auch hier kein Drink erkennbar (wahrscheinlich war es eins der Kriterien für die Liste). Die Bar ist cool, bei den Drinks kann man aber reinfallen. Wer schreibt denn die Listen ?!

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