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Was Apple noch lernen kann

Ja, das ist mein iPhone.

Ich habe (immer noch) mein iPhone 6. Leider bin ich von der Apple-Batterieplage ebenfalls betroffen. War letztes Jahr deswegen schon bei Apple in München. Der ganze Wechsel hat 3 Tage gedauert. Bei der Gelegenheit wurde auch meine Kamera gewechselt - immerhin auf Kulanz. Bei der Übergabe habe ich gedacht - komisch dieser Pfeil im Glas. Testbild gemacht - hat gepasst, plus ich musste wieder zurück nach Peking. Weitere 2-3 Tage waeren nicht mehr drin gewesen. Daher akzeptiert.

Der Pfeil hat sich nun als unachtsame Handhabe des Mechanikers bei Apple erwiesen und bildete eine Sollbruchstelle. Diese hat beim letzten Mauerbesuch (mit Heiner und Joschi) nachgegeben.

Kamera offen und gleich auch unscharf.

Als Normalo denkt man sich, na ja Schönheitsfehler geht scho.

Beim Hot Pot am Abend hat sich herausgestellt, dass das eine echte Katastrophe ist! Ich kann keine QR Codes scannen. Heißt: ich kann nicht zahlen! Ja, ich könnte Cash holen - aber BITTE, das kommt NICHT mehr in Frage. Meine nächste München Reise steht erst in 3 Wochen an. Und zum chinesischen Apple Store zu gehen, wollte ich irgendwie nicht. Sprachbarriere und es ist dort alles viel zu teuer. Sicher muss man auch dort lange warten.

Nun kommt also eine typisch chinesische Lösung:

Ich habe mich erinnert, dass Alina schon mal ihr iPhone hat reparieren lassen. Gefragt per WeChat - Kontaktkarte bekommen. Den Typen angeschrieben. Trotz Feiertag - Antwort umgehend. Per WeChat Fotos ausgetauscht. Ja, ich könne kommen. GPS Pin geteilt - Russenmarkt. OMG! Aber OK, ich hin.

Der Typ hat mein iPhone in 2sec offen gehabt. Operation am offenen Herzen - es lief sogar noch. Kamera raus, Glas raus. Neues Glas wieder rein. Putzen - mit einem Stecher für die Ecken. Mischa (so heisst der Chinese ;-) ). Nimmt aber ein extra Tuch zum Umwickeln. Nun weiss ich also, wo der Apple Service versagt hat. Kamera rein.

Na ja, wenn das Ding eh schon offen ist, gleich bitte auch die Batterie wechseln. Hierfür hat er mein iPhone doch ausgemacht. Uff.

„Witzig“ zu beobachten wie er da rumfurwerkt und sich mit anderen unterhält - ohne auf die Hände zu schauen. Das ist normal in China, Niemand wird bei der Arbeit in Ruhe gelassen. Die Leute quatschen einen ständig an. Ich habe echt schon das Schlimmste befürchtet. Aber: alles gut gegangen. Beweis ist dieser Artikel - an meinem iPhone geschrieben.

Das Ganze hat eine kurze Fahrt mit dem Rad, 20 min Reparaturzeit (am Russenmarkt lass ich doch mein Handy nicht aus den Augen) und 270 Kuai (ca. 35 EUR) gekostet.

Da kann man echt nix sagen. Apple sollte mal seinen Service optimieren. Die Rache wird sein, dass stattdessen meine Garantie hiermit erloschen ist. Aber die lassen sich ja sowieso alles zahlen. Mein nächstes Handy wird wohl dennoch ein iPhone sein. Für Musikapps sind sie die Besten.

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